Die satirische Kunstaktion »Separation« führte Bürger.Courage 2006 vor dem Dresdner Fürstenzug durch.
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»Die Würde des Menschen ist antastbar«

Bürger.Courage promotet die Grundrechte! Inhalt, Bedeutung und Reichweite unserer Grundrechte und -pflichten verlieren wir im Alltag oft aus den Augen. Dabei sind sie sogar bedroht: Das Vertrauen in die Demokratie schwindet, Rechtsextremismus und Menschenfeindlichkeit sind keine Randphänome mehr. Das Bedürfnis nach Sicherheit wird über das Grundrecht auf persönliche Freiheit gestellt.

Deswegen stellten wir Ende 2007/ Anfang 2008 die Bedeutung der Grundrechte für das menschliche Zusammenleben in den Mittelpunkt einer kleinen Projektreihe:
Die Kunstinstallation »SICHER aus gutem Grund?«, war vom 26. September bis 2. Oktober 2007 auf der Prager Straße zu sehen. Details zur Installation

Der Start eines weiteren Projekts war am 9. Februar 2008:


»Grundrechte freier Raum«


Die Idee

Im Gegensatz zur Kunstinstallation »SICHER aus guten Grund« wurde dieses Projekt nicht von professionellen KünstlerInnen umgesetzt, sondern von SchülerInnen eines Dresdner Gymnasiums. Seit November 2007 befassten sie sich in mehreren Workshops gemeinsam mit Bürger.Courage und einem Theaterpädagogen mit dem Thema »Bedrohung der Grundrechte«.
Ausgehend von der Frage »Was bedeutet es für unser Zusammenleben, wenn die Grundrechte nicht mehr gelten?«, entwarfen die Schüler einen »grundrechtefreien Raum«.

Hintergrund

Der Inhalt, die Bedeutung und die Reichweite der in der freiheitlich demokratischen Grundordnung formulierten Rechte und Pflichten werden oft vergessen oder sind erst gar nicht bekannt. Tatsächlich sind unsere Grundrechte aber bedroht, denn:

… das Vertrauen in die Demokratie schwindet!
Stimmen Sie der Aussage zu, dass eine Diktatur grundsätzlich abzulehnen ist? Fast 60% der Ostdeutschen tun dies nicht. 15,6% meinen sogar die Diktatur sei eher die bessere Staatsform. Dabei wird oft verkannt, dass schon zentrale Grundrechte wie die Würde des Menschen oder das Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit nur in einer Demokratie effektiv umgesetzt werden.

… Rechtsextremismus und Menschenfeindlichkeit sind keine Randphänome!
Aktuelle Studien (Heitmeyer, Jugendstudie Sachsen 2005, Decker/Brähler) zeigen es: In Deutschland sind Rechtsextremismus und Menschenfeindlichkeit keine Randphänomene. Insbesondere im Bereich Fremdenfeindlichkeit und Rassismus erreicht Sachsen »Spitzenwerte«. Für viele MitbürgerInnen anderer Hautfarbe, Religion oder Sprache gelten Grundrechte im Alltag oft nicht!

… das Verlangen nach mehr Sicherheit wird Freiheitsgrundrechten übergeordnet!
Angesichts eines vermeintlich global agierenden Terrors sowie einer als bedrohlich wahrgenommenen Globalisierung, verspüren die Menschen einen größeren Bedarf an Sicherheit. Die Politik reagiert hier – teils als Avantgarde, teils getrieben durch den Wähler – mit der Einschränkung von Freiheiten, um auf diese Weise die Sicherheit der BürgerInnen zu gewährleisten. Der »gläserne Mensch« könnte schon bald Realität sein.