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Kunstprojekt »Tonspur« (2008)

 

Die Idee

Mit einer Toninstallation auf der Hauptstraße im Bereich vor der Dreikönigskirche inszenierte Bürger.Courage den »Schwur auf die Freiheit«. Der zuvor von verschiedenen Dresdner Bürgerinnen und Bürger eingesprochene Schwur wurde elektronisch aufgenommen und dann während des Projekts zeitversetzt auf sechs Lautsprecherboxen immer wieder abgespielt. Der Schwur ließ somit einen Chor entstehen, der die Botschaft der Demokratie weiter trägt.

Sonntag für Sonntag, pünktlich um 11 Uhr 58, ist dieser Freiheitsschwur zusammen mit dem Geläut der Freiheitsglocke des Rathauses Schöneberg im Programm des DeutschlandRadios Berlin zu hören. Für die HörerInnen des  Radios "Rundfunk im amerikanischen Sektor" (RIAS), aus dem das DeutschlandRadio Berlin entasprungen ist, ging diese Tradition auf den 24. Oktober 1950 zurück. An diesem Tag, am Tag der Vereinten Nationen, wurde die Freiheitsglocke mit einem Festakt eingeweiht. Seit dem gehörte sie, zusammen mit dem Schwur auf die Freiheit (anfangs täglich um 18.00 Uhr, dann jeden Sonntagmittag um 12.00 Uhr) zum Programm des Berliner Senders.

Die Intension des Projektes »Tonspur«, war es, an den Beginn der Nazi-Terrorherrschaft  am 30. Januar 1933 zu erinnern und vor den Gefahren des aktuellen Rechtsextremismus. zu warnen. Auf den Punkt gebracht sollte das Projekt  deutlich machen, dass Demokratie nur von Bürgerinnen und Bürgern verteidigt werden kann. Wir hofften mit diesem Projekt, dass deutlich mehr DresdnerInnen – ähnlich wie der Chor – ihre Stimmen am 13. Februar 2008 erheben würden.

 

Historischer Hintergrund zum 30. Januar

Am 30. Januar 2008 jährte sich zum 75. Mal der Tag des Beginns der Terrorherrschaft der Nationalsozialisten und damit der Beginn der schrecklichsten Episode deutscher Geschichte in der Moderne. Im Anschluss an den 30. Januar begann die brutale Verfolgung politischer Gegner und Andersdenkender sowie jüdischer Deutscher.

Zwei Wochen nach diesem Jahrestag, am 13. Februar, fand erneut ein Aufmarsch von Neonazis in Dresden statt  Jene fordern heute offen auf Veranstaltungen die Wiederherstellung des Dritten Reichs: Der NPD-Vorsitzende Udo Voigt sagte auf einer Veranstaltung 2007 in Halbe: »Die BRD ist nichts weiter als die Organisationsform einer Fremdherrschaft. Wir wollen keine Fremdherrschaft mehr. Das Deutsche Reich besteht völkerrechtlich weiter. Wir fordern daher die Handlungsfähigkeit des fortbestehenden Deutschen Reichs zurück. Es lebe die Auferstehung des Deutschen Reiches. Wir Deutsche brauchen den Neuanfang.«

Der NPD-Vorsitzende von Mecklenburg-Vorpommern, Pastörs, glaubt außerdem: »Das Deutsche Reich hat niemals kapituliert. Das Deutsche Reich besteht als Völkerrechtssubjekt bis heute fort. Und nur das Deutsche Reich kann eine, in Zukunft wieder lebendige, deutsche Nation bedeuten. Das System, das sich BRD nennt, ist irreparabel.«

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zuletzt aktualisiert: 23.09.2015