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»Separation« in der Dresdner Innenstadt (2006)

 

Die Idee

Das Prinzip war einfach: Bürger, die sich im öffentlichen Raum bewegen, wurden eingeteilt – in gut oder schlecht. Ob jemand Engel oder Teufel ist, wurde festgemacht an einer Äußerlichkeit, dem Diskriminierungsmerkmal.

 

Das Projekt von Bürger.Courage macht deutlich, was rechtsextreme Ideologie im Kern bedeutet: Diskriminierung, Rassismus, pauschale Einteilung von Menschen in Freund und Feind und die Unterstützung autoritärer bis totalitärer Denkmuster.

 

Rechtsextremismus ist nicht nur irgendeine Meinung des demokratischen, politischen Spektrums! Rechtsextremismus stellt die Grundwerte unserer Gesellschaft wie Demokratie, Pluralismus, Menschenrechte oder Toleranz massiv in Frage.

 

Viele Menschen erfahren Diskriminierung jeden Tag und werden Opfer von willkürlicher Ausgrenzung. Sie werden aufgrund ihrer Hautfarbe, Religion oder Herkunft »separiert«, als gut oder schlecht, als mehrwertig oder minderwertig eingeordnet und behandelt.

 

Das Projekt ließ Menschen nachempfinden, wie es sich anfühlt, aufgrund eines willkürlichen Merkmals in eine Schublade gesteckt zu werden und sich den absurdesten Vorurteilen und Vorwürfen ausgesetzt zu sehen. Unser Anliegen war es, zu sensibilisieren und das Bewusstsein für Diskriminierung zu wecken. Nur wer weiß, was Ausgrenzung wirklich bedeutet, sie vielleicht selbst erfahren hat, wird auch den Mut und das Engagement aufbringen, sich selbst und seine Stimme im Alltag dagegen zu erheben.

 

Vorbild der Aktion war das Planspiel „Blue eyed“ der US-Amerikanerin Jane Elliott sowie darauf basierende, ähnliche Projekte wie die der Organisation eyetoeye:

 www.eyetoeye.org

 

Umsetzung

Separationsprojekt 1: »Blonde raus«

»Blonde raus« setzte den Separationsgedanken künstlerisch um. Durch eine szenische und bauliche Trennung des Wegs wurden Dresdner und Touristen mit dem Merkmal »blonde Haare« separiert. Eine Beschilderung machte deutlich, wie absolut minderwertig und hochgefährlich jene Gruppe doch sei.

 

Die »Separatisten« hatten eine Art Uniform an; ein »Diktator« agitierte mit einem Megaphon immer wieder gegen das unheilvolle Treiben der Blonden und das Desaster, das jene über uns bringen. Schilder – mit von Rechtsextremen adaptierten Aussagen – machten auf das Projekt aufmerksam.

 

 

 

Separationsprojekt 2: »Brillenträger sind schuld«

Das Projekt war eine gemeinsame Aktion von Bürger.Courage und der politischen Hochschulgruppe UNIRATIO.

 

 Kurzbericht zur Resonanz

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zuletzt aktualisiert: 23.09.2015